Hartweizen, Durumweizen (Triticum durum)
Hartweizen bzw. Durum wurde in Thüringen im Mittel der Jahre 2019-2024 auf mittlerweile knapp 10.500 ha angebaut, was etwa 3,0 % der Getreidefläche entsprach. Innerhalb der letzten sechs Jahre hat sich die Anbaufläche verdoppelt. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalt zählt Thüringen damit zu den wichtigsten Anbauregionen Deutschlands. Die Boden- und Klimaansprüche des Hartweizens sind mit denen des Weichweizens vergleichbar bzw. höher, um die geforderten Qualitäten (Glasigkeit, Farbwert usw.) zu erreichen. Er wird zu Gries verarbeitet, der dann als hochwertiger Rohstoff zur Herstellung von Griesfertigprodukten sowie speziellen Teigwaren, vor allem Nudeln, eingesetzt wird. So sind ein hoher Protein- und Gelbpigmentgehalt neben einer hohen Glasigkeit der Körner essentiell für die Teigwarenproduktion. Aber auch Fallzahl, Hektolitergewicht sowie Dunkelfleckigkeit sind neben geringen Mykotoxingehalten weitere Qualitätsparameter. Für einen erfolgreichen Anbau ist ein spezielles Anbaumanagement unabdingbar, Vertragsanbau ist zu empfehlen.
Bis vor einigen Jahren wurde Durum überwiegend als Sommerform angebaut. Aufgrund der Verbesserung von Winterfestigkeit und Qualitätseigenschaften bei aktuellen Sorten hat sich der Anbau der ertragsstärkeren Winterform etabliert und sich zuletzt sogar deutlich auf über 75 bis 80 % ausgedehnt. Das Ertragsniveau von Winterdurum liegt derzeit etwa 15-20 % über dem der Sommerform. In Thüringen wurden im Mittel der Jahre 2019-2024 im Durumanbau (Winter- und Sommerform) Erträge von etwa 60,5 dt/ha erreicht.

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