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Kichererbsen (Cicer arieninum)

Kichererbsen werden überwiegend in den Subtropen (Hauptproduzent Indien) und im Mittelmeerraum angebaut. Mittlerweile steigt aber auch das Anbauinteresse in Deutschland. Besonders im Hinblick auf den Klimawandel ist die wärmeliebende und trockenheitstolerante Kichererbse eine Option für zukünftige Fruchtfolgen. Im TLLLR wurde im Jahr 2022 erstmals die Standorteignung verschiedener Sorten/Herkünfte geprüft. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen zwei Sortentypen. Der in Europa bekanntere Kabuli-Typ (z.B. Sorten Orion, Cicerone etc.) ist hellsamig, großkörnig und weiß-blühend. Sorten des Desi-Typs (z.B. Nero) sind schwarzsamig, kleinkörnig und violett-blühend. Zur Aussaat benötigt die großkörnige Leguminose warme Temperaturen (mind. >7 °C Bodentemp.) sowie ausreichend Keimwasser. Standorte mit Staunässe, Verdichtungen und sauren pH-Werten sollten vermieden werden. Für die Knöllchenbildung wird analog zum Anbau von Soja eine Beimpfung des Saatguts mit den für Kichererbsen spezifischen Bakterien-Arten (z.B. Mesorhizobium ciceri) empfohlen. Aufgrund des indeterminierten Wuchses, ist eine trockene Phase im Spätsommer für die Abreife der Kichererbsen unbedingt notwendig. In unseren Breiten wird die Erntereife in der Regel zwischen Ende August und Mitte Oktober erreicht. Der Drusch kann, aufgrund des relativ hohen Hülsenansatzes und aufrechtes Wuchses, mit herkömmlicher Erntetechnik erfolgen. Die Erträge können abhängig des Standortes, der Witterung und der Sorte stark variieren.  Auf Löss-Standorten lagen die Kornerträge (im Versuchsanbau) zwischen 13 und 45 dt/ha, wobei teilweise signifikante Sortenunterschiede auftreten können. Über die vergangenen Jahre gestaltete sich der Anbau im Versuchswesen als schwierig und ging zum Teil mit Ernteausfällen einher. Nur wenige Praxisbetriebe haben diese Kultur in Deutschland über mehrere Jahre erfolgreich im Anbau.

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