Körnerfuttererbsen (Pisum sativum L.)
Mit ca. 10.900 ha (2019-2024) nehmen die Körnerfuttererbsen in Thüringen 64 % der Anbaufläche für Hülsenfrüchte ein. Nach zwischenzeitlich deutlichem Rückgang ist seit 2019 eine kontinuierliche Ausweitung der Anbaufläche zu beobachten. Die Erträge lagen zwischen 2019-2024 bei ca. 33,5 dt/ha, wobei die Spannbreite von 27,9 dt/ha im Jahr 2023 bis 42,6 dt/ha im Jahr 2020 hohe Ertragsschwankungen aufweist.
Erbsen stellen geringe Anforderungen an den Standort, wichtig sind jedoch ein geringer Unkrautdruck und weitestgehende Steinfreiheit der Böden. Erbsen sind, wie alle Körnerleguminosen, zur Auflockerung enger Getreidefruchtfolgen und damit zur Unterbrechung von Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger geeignet. Auch sie hinterlassen mit den Ernterückständen einen Teil des während der Vegetation aus der Luft gebundenen Stickstoffs für die Nachfrucht. Erbsen fördern die Bodengare, die Krümelstruktur und den Aufbau stabiler Humusformen.
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