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Sojabohne (Glycine max L.)

Die wärmeliebende Sojabohne wird in Deutschland vorrangig in den für sie klimatisch günstigen süddeutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg angebaut, da dort vor allem die Abreife der Pflanzen gesichert ist. Neuere Züchtungen reifen früher ab und machen den Anbau auch in nördlicheren Regionen möglich. Die Kulturart gedeiht auf leicht erwärmbaren Böden mit guter Wasserversorgung. Eine Beimpfung des Saatguts mit spezifischen symbiontischen Rhizobienstämmen wird ausdrücklich empfohlen, da diese Stämme unserem hiesigen Bodenmikrobiom fehlen. Steinfreiheit der Böden und ein geringer Unkrautdruck sind wichtige Voraussetzungen für den Anbau.
Die Sojabohne hat von allen Körnerleguminosen den höchsten Eiweißgehalt (ca. 40 % in der Trockensubstanz) und auch die höchste Eiweißwertigkeit. Deshalb ist sie ein wichtiger Bestandteil in der Tierfütterung, wird aber auch in der Humanernährung immer stärker nachgefragt. Soja wird zu großen Teilen importiert, u. a. aus Nord- und Südamerika. Der Wunsch der Verbraucher nach Regionalität und Verzicht von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sowie das Bestreben der Landwirtschaftsbetriebe nach Unabhängigkeit vom Weltmarkt führten dazu, dass auch in Thüringen Sojabohnen angebaut werden. Die Anbaubedeutung ist jedoch noch gering und belief sich im Mittel der Jahre 2019–2024 auf 550 ha. In diesem Zeitraum wurde ein durchschnittlicher Ertrag von ca. 21,4 dt/ha erfasst. Um möglichst stabile Erträge auf ansprechendem Niveau zu erzielen, sind die Auswahl geeigneter Standorte und Flächen sowie die Verwendung regional geprüfter und empfohlener Sorten bei Sojabohnen von besonderer Bedeutung.

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