Die Tierhalter in Deutschland stehen vor enormen Herausforderungen. Nach den Vorgaben der Tierschutznutztierhaltungsverordnung, welche im Februar 2021 gesetzlich präzisiert wurden, stehen nun Umbaumaßnahmen mit klarer Terminierung vor den Schweinehaltern. Doch nicht allein das fordert die Branche mit den damit verbundenen hohen Investitionen.
Abgesehen von den unterschiedlichen Ansichten, wie eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung aussehen soll, liefern ökonomische Bewertungen möglicher Veränderungen derzeit unzureichende Ergebnisse. Der geforderte Umbau der Nutztierhaltung ist betriebswirtschaftlich allein durch Einsatz der Landwirte nicht darstellbar. Dies verdeutlichen die teils dramatisch sinkenden Nutztierbestände.
Inwieweit geringere Schweinebestände auch vor- und nachgelagerte Sektoren wie Baubranche, Ausrüster, Futtermittellieferanten, Veterinärwesen und vor allem die Pflanzen- und Lebensmittelproduktion beeinflussen, ist noch gegenwärtig nicht vollständig abzuschätzen.
Auf dem Mitteldeutschen Schweinetag am 7. November 2023 werden die Fachleute in Halle-Peißen darüber diskutieren, was zu tun ist, um die Schweinehaltung in unserer Region zukunftssicher zu gestalten.
