Das A und O ist der Termin der Stoppelbearbeitung
Feldvorführung zur ultraflachen Stoppelbearbeitung bei der Ausfallrapsbekämpfung
Am 15.08.2025 lud das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) gemeinsam mit der Gönnatal-agrar e. G. sowie dem Service- und Technikzentrum (STZ) GmbH zu einer Feldvorführung zum Thema „Ausfallrapsbekämpfung durch effektive Stoppelbearbeitung“ ein. Die Veranstaltung eröffnete Tristan Sammer, Vorstand der Gönnatal-agrar e. G. Er stellte den Betrieb kurz vor und erläuterte die Beweggründe für die Maschinenvorführung. Henrik Diezel vom TLLLR begrüßte die rund 50 interessierten Besucherinnen und Besucher und ging auf den fachlichen Hintergrund der Veranstaltung sowie den Ablauf der Vorführung und den Aufbau des Demofeldes ein.
Jede Maschine wurde einzeln im praktischen Einsatz gezeigt, durch die entsprechenden Fachleute kommentiert und anschließend gemeinsam diskutiert. Im Fokus standen zentrale Aspekte wie die Wirksamkeit bei flacher Bodenbearbeitung (bis ca. 3 cm Tiefe), die Fähigkeit zum flächigen Schnitt auch bei unebenem Gelände sowie die Förderung der Keimung von Ausfallrapssamen.
Zum Einsatz kamen folgende Maschinen:
- Degelmann Strohstriegel
- Eidam Agrarsystem Flachgrubber und Messerwalze
- Horsch Flachgrubber und Scheibenegge
- Lemken Scheibenegge
- Saphir Strohstriegel und Rotationsschleifer
- Treffler Präzisionsgrubber
Ein zentrales Diskussionsthema aber war der optimale Einsatzzeitpunkt: Während Strohstriegel und Messerwalzen unmittelbar nach der Ernte verwendet werden sollten, eignen sich Flachgrubber und Scheibeneggen eher für eine spätere Bearbeitung. Der Rotationsschleifer erwies sich als interessante Mischlösung zur mechanischen Bekämpfung von Ausfallraps. Deutlich wurde auch, dass nicht nur die Gerätewahl, sondern vor allem die korrekte Einstellung – etwa Arbeitstiefe, Fahrtrichtung oder Scharwahl – entscheidend für den Bekämpfungserfolg ist. So wurde beispielsweise bei Flachgrubbern auf die Bedeutung von Tasträdern oder Einzelscharführung hingewiesen, um eine gleichmäßige Arbeitstiefe sicherzustellen.
Die Veranstaltung hinterließ bei den Teilnehmenden einen durchweg positiven Eindruck. Der direkte Praxisbezug, die fundierten Erläuterungen sowie der offene fachliche Austausch wurden besonders geschätzt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Notwendigkeit weiterer Maschinenvorführungen und Austauschformate betont, um die Herausforderungen der Ausfallrapsbekämpfung auch künftig erfolgreich zu meistern.
Ein besonderer Dank gilt der Gönnatal-agrar e. G. für die hervorragende Organisation sowie die Bereitstellung der Betriebsflächen, Maschinen und ihres umfassenden Know-hows. Ebenso danken wir dem Service- und Technikzentrum (STZ) Triptis für die technische Unterstützung sowie allen teilnehmenden Herstellern und Händlern für ihre Bereitschaft zur Demonstration.



