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Drohnen säen Zwischenfrüchte


Praxischeck: Beim Feldtag der Gewässerschutzkooperation in Mockzig wurde der Drohneneinsatz zur Zwischenfruchtaussaat getestet und diskutiert.

Im Rahmen der Gewässerschutzkooperation Thüringen fand am 24. September 2025 in Mockzig (Landkreis Altenburger Land) ein Feldtag mit rund 20 Teilnehmenden statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Zwischenfrüchte mithilfe von Drohnen in bestehende Bestände einbringen lassen.

Besichtigt wurden zwei Flächen von Kooperationsbetrieben: ein ehemaliger Winterweizen- und ein Sommergerstenbestand, in die vor der Ernte Zwischenfrüchte per Drohne eingesät worden waren. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Technik, gefolgt von einem Demonstrationsflug. Das dabei ausgebrachte Saatgut konnte auf ausgelegten Auffangmatten begutachtet werden – so war unmittelbar zu sehen, wie gleichmäßig die Verteilung erfolgt und welche Saatmenge tatsächlich die Fläche erreicht.

In der anschließenden Diskussion standen die Erfahrungen der Betriebe im Vordergrund. Deutlich wurde, dass der Aufgang der Zwischenfrüchte nicht überall gleichmäßig war. An einigen Stellen lag das gehäckselte Stroh offenbar zu dicht, sodass die Saat keinen optimalen Bodenschluss fand. Insgesamt blieb der Bestand lückig, wodurch das Ausfallgetreide nicht ausreichend unterdrückt wurde. Während dies im Sommergerstenbestand weniger problematisch ist, da die Gerste voraussichtlich abfriert, kann es im Winterweizen zu Schwierigkeiten im Folgejahr führen. Auch der Einsatz höherer Saatmengen wurde diskutiert – eine mögliche Lösung, die jedoch die Kosten spürbar erhöhen würde.

Trotz dieser Herausforderungen sehen die Teilnehmenden großes Potenzial in der Drohnentechnik: Sie kann in Arbeitsspitzen entlasten und ermöglicht eine besonders bodenschonende Etablierung von Zwischenfrüchten. Die weitere Erprobung und Beobachtung der Technik wird empfohlen.

Mitmachen erwünscht:
Interessierte Betriebe können weiterhin in die Gewässerschutzkooperation Thüringen aufgenommen werden und erhalten eine kostenlose einzelbetriebliche Erosionsschutzberatung. Die Teilnahme an Feldtagen und weiteren Veranstaltungen steht allen Interessierten offen.

Kontakt:

Britt Pagels
U.A.S. Umwelt- und Agrarstudien GmbH
Tel.: +49 160 8222125
pagels@uas-jena.de

Manuela Bärwolff
TLLLR, Referat 31 – Pflanzenbau und Ökologischer Landbau
Tel.: +49 361 574062-320
Manuela.Baerwolff@tlllr.thueringen.de

 

 

Demonstrationsflug über der Versuchsfläche (Foto & Video: M. Bärwolff)

Eine Drohne fliegt über einer grünen Wiese, im Hintergrund stehen drei Autos und mehrere Bäume unter bewölktem Himmel.

Begutachtung der Saatgutverteilung (Foto: M. Bärwolff)

Gruppe von Menschen in Outdoor-Kleidung versammelt auf einem Feld, einige knien oder stehen, Blick auf den Boden gerichtet.

Auffangmatten zeigen die angekommene Saatgutmenge (Foto: M. Bärwolff)

Lila Kunststoffbrett mit Noppen liegt auf Gras und trockenen Halmen.

Feldrundgang mit Diskussion der Ergebnisse auf der ehemaligen Winterweizenfläche (Foto: M. Bärwolff)

Gruppe von zwölf Personen steht auf einem Feld mit kurzem Gras unter bewölktem Himmel, einige tragen Jacken und Kapuzen.

Aufgang der Zwischenfrüchte auf der ehemaligen Sommergerstenfläche (Foto: M. Bärwolff)

Grünes Feld mit zahlreichen lila Blüten unter bewölktem Himmel, rechts im Hintergrund ein einzelner Baum.

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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