Seit 2016 hat sich die Anbaufläche von Soja in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehr als verdoppelt. Auch wenn sich die Felder mit den wärmeliebenden Sojabohnen vor allem in Süddeutschland finden, wird der Anbau auch für Betriebe in Mitteldeutschland zunehmend interessanter.
Mit Gründung der EZG SO!JA im Jahr 2019 sollen künftig konventionelle und ökologische Landwirtschaftsbetriebe in Mitteldeutschland bei den Herausforderungen im Sojaanbau unterstützt werden. Eine Bündelung der Betriebe erleichtert auch den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten (Anbau, Verarbeitung, Vermarktung).
Die Kooperation LEGUNetTH "Großkörnige Leguminosen für die Lebensmittelverarbeitung – regionaler Anbau und Verarbeitung in Thüringer Biobetrieben“, an der auch das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum mitarbeitet, unterstützt dieses Vorhaben.
LEGUNetTH und die Initiative AgroSax, Projektträger des Kompetenznetzwerks Agrartechnik Sachsen, laden am 26.04.2022 von 14:00 bis 17:00 Uhr per Videokonferenz zu einem Austausch zu den Chancen, Problemen und Potenzialen des Soja-Anbaus in Mitteldeutschland ein. Interessierten Landwirten eröffnet dies eine Gelegenheit, sich zu den aktuellen Themen im Bereich des Sojaanbaus in Mitteldeutschland zu informieren und eigene Erfahrungen weiterzugeben.
Programm
- Eröffnung und Moderation: Dr. Frank Augsten (TLLLR)
- Vorstellung Initiative AgroSax (Thomas Richter)
- Herausforderungen Sojaanbau in der landwirtschaftlichen Praxis (Florian Uherek, EZG Soja Vorstandsmitglied)
- Sojaanbau im Thüringer Versuchswesen (Dr. Uwe Jentsch/TLLLR)
- Vorstellung EIP/LFE-Projekt LEGUNetTH (Susanne Frenzel/Ökotrend Projekt- und Marketing GmbH) und AgiL (Sachsen)
- Aktueller Stand Bereitstellung gentechnikfreier Sojabohnen in Europa (Leopold Rittler Donau Soja GmbH)
Zur Einwahl via Zoom gelangt man über die Internetseite https://www.ezg-soja.com.