Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum hat heute zwei Anbauverbänden in Erfurt und Hildburghausen die Erlaubnis zum gemeinschaftlichen Eigenanbau und kontrollierter Weitergabe von Cannabis erteilt.
Die Vereine, die sich aus Gruppen von engagierten Bürgern zusammensetzen, haben alle erforderlichen gesetzlichen Auflagen erfüllt. Dazu gehören ein umfassendes Gesundheits- und Jugendschutzkonzept sowie eine detaillierte Satzung. Die Genehmigung wurde erst nach Vorliegen vollständiger Antragsunterlagen und nach einer gründlichen Prüfung unter Beteiligung weiterer Behörden und Einrichtungen erteilt.
„Wir haben ein strenges Prüfverfahren durchgeführt, um sicherzustellen, dass Vereine alle notwendigen Anforderungen erfüllen“, erklärte Peter Ritschel, Präsident des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum. „Besonderer Wert wurde auf den Gesundheits- und Jugendschutz gelegt. Die Vereine haben umfassende Konzepte in diesen Bereichen vorgelegt, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.“
Das TLLLR wird den Anbau regelmäßig kontrollieren, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Bei Verstößen gegen die Erlaubnisvorschriften können Sanktionen bis hin zum Entzug der Genehmigung verhängt werden.
Grundlage für die Erlaubnis ist das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis, das im März in Kraft trat. Dieses Gesetz regelt den legalen Anbau und Konsum von Cannabis und stellt sicher, dass dieser Prozess unter umfangreichen Auflagen und strengen Kontrollen stattfindet. Es zielt darauf ab, den Schwarzmarkt zu bekämpfen und den Verbrauchern Zugang zu sicherem, qualitativ hochwertigem Cannabis zu ermöglichen. Eine Antragsstellung ist seit dem 1. Juli 2024 möglich.
Neben den beiden Cannabis Clubs, die nun eine Erlaubnis zum gemeinschaftlichen Anbau erhalten haben, stellten bisher weitere sieben Zusammenschlüsse in Thüringen einen Antrag auf Basis des KCanG. Diese Anträge befinden sich gegenwärtig noch in der Prüfung.