Feldhamsterschutz kennt kein Regenwetter
Landwirtschaft und Naturschutz rücken für den Feldhamster zusammen. Innovative Methoden verbinden Artenschutz mit moderner Landwirtschaft.
Weder Regen noch aufgeweichte Wege konnten die Stimmung trüben: Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Verwaltung, Naturschutz und Ausbildung informierten sich bei einer Fachveranstaltung am 28. August in Buttelstedt über aktuelle Entwicklungen im Feldhamsterschutz.
Im Mittelpunkt standen Demonstrationsflächen, die zeigen, wie sich Lebensräume für den streng geschützten Feldhamster mit moderner Landwirtschaft verbinden lassen. Vorgestellt wurden unter anderem Blühstreifen mit angepasster Saatstärke, der Einsatz des Strohstriegels, Untersaat im StripTill-Verfahren sowie eine neue Feldhamstermischung für die Herbstaussaat. Diese Ansätze verbessern nicht nur die Lebensbedingungen des Feldhamsters, sondern schaffen auch Synergien für Bodenschutz und Landwirtschaft.
Wegen des anhaltenden Regens wurde das Programm flexibel angepasst: Nach einem kurzen Praxisteil auf dem Feld fanden die Fachbeiträge im Veranstaltungsraum statt. Dort wurde neben rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die besondere Verantwortung Thüringens beim Schutz der Art hervorgehoben.
Das Fazit: Feldhamsterschutz benötigt gemeinsames Handeln – und kennt kein schlechtes Wetter.


