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Feldtag mechanische Unkrautbekämpfung


Landwirte prüfen in Buttelstedt Möglichkeiten zur Einsparung von chemischen Pflanzenschutzmitteln

Bandspritze in Zuckerrüben
Vorführung einer Bandspritze auf Zuckerrübenflächen des TLLLR

Anfangs sah es noch so aus, als würde der Feldtag zur mechanischen Unkrautbekämpfung ins eigentlich sehr willkommene und notwendige (Regen-)Wasser fallen. Dann kam aber doch die Sonne zum Vorschein und ermöglichte ca. 70 Besuchern den Vergleich interessanter Anbauversuche in Zuckerrüben.

Ziel der im TLPVG angelegten und heute vorgestellten Test ist die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln. Diese wird im Rahmen der Rechtssetzung durch EU - aber auch durch immer weniger verfügbare Pflanzenschutzmittelwirkstoffe - in den nächsten Jahren eine der zentralen Herausforderungen auch für die Thüringer Landwirtschaft.

In Buttelstedt und an fünf weiteren Standorten in Thüringen testen die JenaBios GmbH und das TLLLR gemeinsam Möglichkeiten, mit mechanischen Maßnahmen dem Unkraut Einhalt zu gebieten und in nennenswertem Umfang auf Herbizide zu verzichten.

Möglich machen dies Feldroboter, die - ganz ohne Pflanzenschutzmittel - solarbetrieben unterwegs sind, um die Bestände zu hacken. Die Technik, die vom TLLLR derzeit am Standort Buttelstedt erprobt wird, steht noch recht am Anfang. Sie ist nicht zum Nulltarif zu haben, bietet aber durchaus Potenzial. Denn sie könnte zukünftig auch die Antwort auf ein weiteres Problem sein: fehlende Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. 

Weitaus verbreiteter erfolgt bereits der Einsatz des Bandspritzverfahrens. Hier wird nur die Reihe, in welcher die Kulturpflanzen stehen, streifenförmig chemisch behandelt. Der Bereich zwischen den 15 cm breiten Streifen wird von den Scharen des Hackgerätes vom Unkraut befreit. Wer dann auch den Hinweis des Pflanzenbauleiters im TLPVG zur unbedingten Einhaltung der richtigen Aussaattiefen der Kulturpflanzen befolgt, kann ca. 2/3 der sonst benötigten Mengen an Pflanzenschutzmitteln einsparen und hat - dies war in Buttelstedt sichtbar - dennoch ordentliche Bestände.
Kritisch betrachten die Landwirte den mit diesem mechanischen Verfahren verbundenen Zeitaufwand, der z. B. deutlich über jenem bei Einsatz einer 36 Meter breiten Pflanzenschutzspritze liegt. Sie wissen aber auch um den Bedarf an tragfähigen Lösungen für die gesellschaftlich angestrebte Ausrichtung der Landwirtschaft.

 

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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