Bunte Salate, Birnen, Johannisbeeren, Gurken und Tomaten – das Auge isst mit und kommt bei vielfältiger regionaler Auswahl ebenso voll auf seine Kosten.
Zusätzlich zum gesunden Genuss punktet das „Grünzeug“ aus der Region mit einer guten Klimabilanz, da die Erzeugung insgesamt deutlich weniger Energie erfordert als Milch, Fleisch und Eier. Kurze Transportwege in der Region verringern erheblich den CO2-Fußabdruck und sind deshalb weniger klimaschädlich. Weltweit betrachtet, tragen die regionalen Obst- und Gemüsebauern sehr stark zur Ernährungssicherheit bei, indem sie direkt vor Ort gesunde Nahrungsmittel erzeugen.
Um all diese positiven Aspekte und Zusammenhänge deutlich zu machen, haben die Vereinten Nationen 2021 zum Internationalen Jahr für Obst und Gemüse erklärt. Auf der ganzen Welt soll das Themenjahr das Bewusstsein für die wichtige Rolle von Obst und Gemüse für die menschliche Ernährung fördern.
In Thüringen werden auf über 2.000 ha mehr als 16 verschiedene Obstarten angebaut, wobei Äpfel mit 1.100 ha und Kirschen mit 480 ha (290 ha Süß- und 190 ha Sauerkirschen) den größten Anteil ausmachen. Hauptsächlich wird Obst in den traditionellen Anbaugebieten der Fahnersche Höhe, den nördlichen Randlagen des Thüringer Beckens in Kindelbrück und Mönchpfiffel sowie im Altenburger Land erzeugt.
Gemüse wird in Thüringen auf ca. 800 ha angebaut. Dominierend und stabil ist der Anbau von Spargel auf über 350 ha. Weitere wichtige Kulturen sind verschiedene Kohlarten, Zwiebeln und Einlegegurken. Hauptanbaugebiete befinden sich im Thüringer Becken im Raum Erfurt, Herbsleben und Kutzleben. Der Anbau in den Gebieten Mühlhausen und Großengottern erfolgt vorrangig für die Verarbeitung. Gewächshausgemüse wird auf einer Fläche von ca. 40 ha produziert. Vorrangig werden Tomaten, Paprika und Gurken angebaut. Flächenmäßig bedeutende Gewächshausanlagen stehen in Alperstedt, Laasdorf und Schkölen. Möchten Sie mehr über die Aktivitäten des Themenjahres erfahren, folgen Sie dem Link des Logos zum "Bundeszentrum für Ernährung".
