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Neue Erkenntnisse zur Winterfestigkeit


Nach dem Winter 2020/2021 gibt es neue Erkenntnisse zu möglichen Auswinterungsschäden bei Wintergetreidesorten. Damit besteht für Landwirte die Möglichkeit, dieses Risiko durch gezielte Sortenwahl zu verringern.

Winterweizen Auswinterung

In Thüringen werden ca. 200.000 ha Winterweizen und 12.000 ha Wintertriticale angebaut, was in der Summe etwa 35 % der Ackerfläche entspricht. Auswinterungen bei Wintergetreide gab es zuletzt im Jahr 2012 in größerem Umfang. Mit der Klimaveränderung werden die Winter milder. Dennoch sind Schäden deshalb auch künftig nicht auszuschließen. Denn mit den wärmeren Wintermonaten, in denen die Temperaturen über einen längeren Zeitraum über 5 °C liegen, befinden sich die Pflanzen oftmals in einem nicht ausreichend abgehärteten Zustand, um plötzlich eintretende Frostereignisse sicher zu überstehen. Im Winter 2020/2021 hätte es vermutlich massive Auswinterungen gegeben, wenn die Saaten nicht durch eine ausreichende Schneebedeckung geschützt gewesen wären. So wird es für die Praxisbetriebe auch künftig von Bedeutung sein, Kenntnis über die Winterfestigkeit der Getreidesorten zu erhalten.

Bei der Sortenwahl sollte die Winterfestigkeit ausreichend berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei jedoch nur um eines von vielen relevanten Merkmalen. Die betriebsspezifischen Vorstellungen sind, optimal kombiniert in einer einzigen Sorte, häufig nicht zu finden. Daher werden oftmals Kompromisse erforderlich und die Winterfestigkeit ist im Gesamtkontext aller Eigenschaften zu betrachten. Im Vordergrund steht die Risikominimierung. Ein geeigneter Weg ist in dieser Hinsicht die betriebliche Anbauvielfalt. Auf der einen Seite sind hierbei Sorten mit einer mittleren oder geringeren Winterfestigkeit im betrieblichen Flächenanteil zu begrenzen, andererseits sollte es im Betrieb nicht an Sorten mit einer guten oder sehr guten Winterfestigkeit fehlen. Voraussetzung dafür ist das Wissen um die Winterfestigkeit der jeweiligen Getreidesorten.

Aufgrund guter Differenzierungen in Provokationsversuchen (z.B. schneefrei gehaltene Kastenanlagen) erfolgte nun für Winterweizen und Wintertriticale eine aktualisierte Einschätzung zur Winterfestigkeit. Somit lassen sich auch junge Sorten besser einordnen.

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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