Aufwändig drapiert und nach Größe der einzelnen Knollen sortiert präsentierte der Erzeugnisverband Thüringer Qualitätskartoffel e.V. (THÜKAV) am vergangenen Dienstag 42 Kartoffelsorten, die seit dem Frühjahr in den Dämmen des Versuchsgartens der Versuchsstation Friemar wuchsen.
Vor der Besichtigung eröffnete Dietmar Barthel, Geschäftsführer des THÜKAV, den Schautag an der Maschinenhalle und berichtete über die guten Wachstumsbedingungen, die aufgrund des Niederschlags und der milden Temperaturen in diesem Jahr für einen guten Ertrag sorgten.
Sigrun Köhler (Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft), Torsten Graf und Christian Egel (beide Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum) unterstrichen die Wichtigkeit der Thüringer Knollen und hoben die fachliche Begleitung durch das Landesamt hervor.
Welch strenge Maßstäbe die Mitgliedsbetriebe des THÜKAV auf die Erzeugung von hochwertigen Pflanz- und Konsumkartoffeln anlegen, wird in der Verpflichtung zu den über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Qualitätskontrollen sichtbar. So konnten anwesende Betriebe mit Urkunden zum „kontrollierten Anbau“ ausgezeichnet werden.
Im Anschluss daran wurden die Kartoffelsorten von den verschiedenen Züchterhäusern im Versuchsgarten vorgestellt und die Vor- und Nachteile für den Anbau und die Vermarktung rege diskutiert. Ein besonderes Augenmerk lag nicht nur auf der Resistenz gegenüber Krankheiten, sondern auch auf der Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit sowie einer ansprechenden Optik.
Passend dazu konnte Katrin Günther (TLLLR) über erste Ergebnisse der Landessortenversuche berichten und die vielen anwesenden Landwirtinnen und Landwirte über Kartoffelsorten informieren, die sich für den Anbau unter Thüringer Bedingungen besonders eignen. Die Versuchsberichte zu den Sortenversuchen werden fortlaufend auf den Internetseiten des TLLLR aktualisiert.
(Sebastian Lahr, Katrin Günther, TLLLR)
