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Ökologischer Anbau von Sonderkulturen in der Praxis


Ein Demonstrationsbetrieb des ‚Praxiszentrum ökologischer Landbau‘ des TLLLR zeigt, wie es mit dem Anbau, der Verarbeitung und der Vermarktung von Nischenkulturen klappt.

Am 06.06.2025 veranstalteten das „Praxiszentrum ökologischer Landbau“ des TLLLR (PÖL) gemeinsam mit dem Naturland-Verband für ökologischen Landbau e.V. und der Marktgesellschaft für Naturland Bauern AG einen Feldtag zu Sonderkulturen aus ökologischer Erzeugung. Der Fokus lag dabei nicht nur auf dem Anbau, sondern auch auf der Verarbeitung und Vermarktung dieser Kulturen.

Expertinnen von Naturland gaben wertvolle Einblicke in die aktuelle Vermarktungssituation und -perspektive verschiedener Sonderkulturen. Dabei wurde deutlich, dass der Anbau von Kulturen wie Emmer, Sonnenblumen, Hirse oder Soja durchaus hohe Deckungsbeiträge verspricht. Voraussetzung dafür ist jedoch eine hervorragende Qualität und Reinheit der Ernte. Besonders wichtig ist es, nach der Ernte die richtige Lagerfeuchtigkeit zu gewährleisten, um die Qualität der Ernteware zu sichern. Falls keine eigenen Trocknungsmöglichkeiten vorhanden sind, sollte bereits im Vorfeld die entsprechende Dienstleistung eingeplant werden. Auch die Sicherstellung der Absatzwege ist entscheidend – vor allem bei kleinen Partien kann sich die Vermarktung als Herausforderung erweisen. Bei einigen Kulturen besteht zudem die Möglichkeit, Anbauverträge abzuschließen. Wer nicht direkt ab Feld verkaufen kann, sollte frühzeitig Lagerkapazitäten einplanen oder anmieten.

Trotz Regen konnten die Teilnehmenden im Anschluss an den theoretischen Austausch den Anbau verschiedener Sonderkulturen am Feldrand besichtigen und darüber diskutieren. Markus Kopold, Inhaber des gastgebenden Landwirtschaftsbetriebs, gab detaillierte Informationen zur verwendeten Technik und teilte seine praktischen Erfahrungen im Anbau von Kulturen und Gemengen. Im Rahmen einer kleinen Hofführung erhielten die Teilnehmenden zudem einen Einblick in die Aufbereitungsstrecke und die Lagerung der Ernte.

Das PÖL fördert durch Veranstaltungen wie diese den Wissenstransfer und die Vernetzung der Akteure im ökologischen Landbau in Thüringen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Engagements ist der Aufbau eines Praxis-Demonstrationsnetzwerks und die Bearbeitung aktueller Versuchsfragen zur ökologischen Landwirtschaft.

Haben Sie Interesse, Teil dieses Netzwerks zu werden oder haben Sie praxisrelevante Versuchsfragen? Dann wenden Sie sich gerne per E-Mail an: poel@tlllr.thueringen.de.

Im theoretischen Teil wurde über die aktuelle Marktsituation von ökologisch erzeugten Sonderkulturen informiert und diskutiert. (Foto: S. Pietschmann)

Zuhörer eines Vortrages in einer Maschinenhalle

Die Verwertung von Gemengen mit großkörnigen Leguminosen kann sich aus vielerlei Gründen als schwierig erweisen. Der Betriebsinhaber, Markus Kopold, erklärte wie es funktionieren kann. (Foto: S. Pietschmann)

Gruppe Menschen an einem Feld

Ein vitaler Gemengebestand von Erbse/ Hafer. (Foto: S. Pietschmann)

Erbsen und Hafer im Juni

Pflanzenbauliche Aspekte des ökologischen Anbaus von Sonnenblumen konnten direkt am Feldrand diskutiert werden. (Foto. S. Pietschmann)

Landwirte am Rand eines Feldes

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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