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TLLLR-Medieninformation 1/2022 Schneemengen bis ins Flachland und Regen zur Getreideernte


Das TLLLR bilanziert die Jahreswitterung 2021

Über mangelnde Niederschläge konnten die Landwirte in 2021 sicher nicht klagen. Nach drei trockenen Jahren fiel das Vorjahr mit einer mittleren Niederschlagsversorgung im Vergleich zu den vieljährigen Mittelwerten von 110 % zu feucht aus.

Einen in Erinnerung gebliebenen Beitrag dazu leisteten die Schneefälle vom 5. bis 7. Februar, die auch im Flachland für Schneehöhen über 40 cm sorgten. Diese Schneedecke schützte die Wintersaaten auf den Feldern vor den extremen Frösten und Auswinterungsverlusten.
Weniger willkommen waren später die andauernden und überdurchschnittlichen Niederschläge mit zahlreichen Regentagen bei der Getreideernte. Da im Juli und August kaum „heiße“ Tage oberhalb 30 °C registriert wurden, trockneten die Bestände schlecht ab und die Ernte verzögerte sich erheblich. Für die Landwirte waren mit Blick auf Verdichtungen des feuchten Bodens und Qualität des Erntegutes schwierige Entscheidungen notwendig. Oftmals musste nicht hinreichend abgetrocknetes Getreide geerntet werden.

Die Wasserversorgung im Sommer begünstigte aber die Ertragsbildung bei Mais und den anderen Futterpflanzen. So konnten die Silos, wenn auch unter teils schwierigen Erntebedingungen, gut mit Futter gefüllt werden.

Seit 2013 registrierte das Wettermessnetz des TLLLR im Mittel stets höhere Temperaturen als im Jahr 2021, welches mit 9,0 °C nicht unter den zu warmen Jahren rangiert.
Eine bemerkenswerte Besonderheit zeigte das Vorjahr beim Temperaturverlauf im Februar. Auf eine Periode vom 7. bis 15.02. mit extremer Kälte, die ihren Tiefstwert von - 26,9 °C am 10.02. an der Wetterstation Friemar erreichte, folgte eine Periode vom 20. bis 25.02. mit ausgesprochen hohen Temperaturen für diese Zeit. Das Maximum von +20,8 °C lieferte die Station Bollberg am 25. Februar. An dieser Station ergab sich deshalb eine in dieser Höhe sehr seltene Temperaturdifferenz innerhalb des Monats zwischen Minimal- und Maximaltemperatur von fast 48 °C.

Hinsichtlich der Temperaturen ist noch festzuhalten, dass sich das Frühjahr insgesamt 1,2 °C zu kalt zeigte. Der Sommer fiel zwar insgesamt 1,1 °C zu warm aus, was aber nur auf den deutlich übertemperierten Juni zurückzuführen war. Bei weniger Tagen mit Temperaturen oberhalb 25 °C (Sommertage) als gewohnt, wird der Sommer wohl eher als zu kühl in der subjektiven Erinnerung bleiben. 

Ausführliche aktuelle Daten von den Stationen des Agrarmeteorologischen Messnetzes bietet das TLLLR in Zusammenarbeit mit dem DWD auf der Internetseite www.wetter-th.de an. Hier stehen im Servicebereich auch detaillierte Jahreswitterungsberichte ab 2004 bereit.

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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