Der Bericht zeigt, dass sich die Branche im Freistaat weiter stark verändert und zunehmend unter wirtschaftlichem und strukturellem Druck steht.
Laut Erhebung wurden zum Jahresende 2025 rund 621.000 Schweine in Thüringen gehalten – ein Rückgang um über 22 Prozent im Vergleich zu 2015. Besonders in der Sauenhaltung sind die Bestände deutlich geschrumpft. Infolgedessen müssen mehr Mastferkel aus anderen Regionen zugekauft werden. Nur noch etwa zehn Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen halten Schweine, wobei die Haltung zunehmend auf wenige größere Standorte konzentriert ist.
Die wirtschaftliche Situation bleibt angespannt. Der durchschnittliche Schlachtpreis – als zehnjähriger Durchschnittspreis – lag 2025 bei rund 1,71 Euro pro Kilogramm, während die Kosten für Futter, Energie und Stallumbauten stark gestiegen sind.
Zugleich erschwert der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften die Produktion. Pro Jahr beginnen im Land im Durchschnitt nur rund sieben Auszubildende eine Lehre mit der Spezialisierung Schweinehaltung.
Im Bereich Tierwohl und Tiergesundheit verzeichnen die Autoren Fortschritte. 64 Betriebe beteiligen sich am Landesprogramm „T(h)ür Tierwohl“, und rund 80 Prozent der größeren Schweinehalter nehmen an Gesundheits- und Überwachungsprogrammen teil. Der Anteil ökologischer Schweinehaltung bleibt mit etwa einem Prozent jedoch gering.
Für die kommenden Jahre rechnet die Analyse mit einem weiteren Rückgang der Schweinehaltung, vor allem in der Zucht. Gründe sind neue gesetzliche Anforderungen, steigende Kosten und der anhaltende Fachkräftemangel. Die Produktion wird sich voraussichtlich verstärkt auf wenige, technisch hoch ausgestattete Betriebe konzentrieren.
Die vollständige Publikation steht auf der Website des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum zur Verfügung.