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Solidarische Direktvermarktung - hat das Modell in Thüringen Potenzial?


Diskutieren Sie am 07.03.2024 mit über die Potenziale und Grenzen des Konzepts der „Solidarischen Landwirtschaft“

Produkte der solidarischen Landwirtschaft
© Solidarische Landwirtschaft

Der Landwirtschaftsbetrieb steht als Erzeuger am Anfang der Wertschöpfungskette, bei der Preisgestaltung ist er allerdings meist an letzter Stelle. Die Problematik ist mittlerweile bekannt, doch was könnten konkrete Lösungen dafür sein? In einer Nische mit bislang meist kleinen, vielseitigen Gemüsebaubetrieben besteht seit längerem das Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“. Auf der Webseite des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft e.V. sind derzeit 472 „Solawis“ (Solidarische Landwirtschaftsbetriebe) gelistet – 9 davon in Thüringen.

Die Idee ist, dass die Ernte über eine Umlage der Betriebskosten von den Verbrauchern vorfinanziert wird und sie dafür als sogenannte „Ernteteiler“ regelmäßig frische und regionale Erzeugnisse erhalten. Entsprechend der Direktvermarktung bedarf es keiner weiteren Marktpartner. Das „Solidarische“ dabei ist, dass die Produktionsrisiken gemeinschaftlich getragen werden und der Landwirtschaftsbetrieb nicht durch witterungsbedingte Ernteminderungen oder unverkaufte Rohware Verluste einfährt. Um die Ernteanteile möglichst ansprechend zu gestalten, sollte sich der Solawi-Betrieb breit aufstellen. Neben einem möglichst ganzjährigen und vielfältigen Gemüseangebot, können Produkte wie Eier, Honig oder ggf. Fleisch ergänzt werden. Auch Kooperationen für eine Produktausweitung über Fremdproduktion sind möglich.

Für die organisatorische und rechtliche Konzeption der Solidarischen Landwirtschaft gibt es nach dem „Handbuch Solidarische Landwirtschaft“ drei Modelle (Grundtypen), doch immer erfordern diese eine Kommunikationsfreudigkeit mit den Solawi-Mitgliedern (Informationsbereitstellung, Feedbackmöglichkeiten, Mitbestimmung, ehrenamtliche Arbeitseinsätze, Veranstaltungen, etc.). Das Miteinander der „Solidarischen Gemeinschaft“ ist ebenso Teil des Modells.

Ob dieser Weg der Direktvermarktung für die Thüringer Landwirtschaft und insbesondere für die ländlichen Regionen geeignet ist, darüber wird am 7. März 2024 informiert und diskutiert. Für das Podiumsgespräch sind Susanna Karawanskij (TMIL), Katrin Hucke (TBV), Claudia Gerster (Sonnengut Gerster/AbL) und Klaus Strüber (Netzwerk Solidarische Landwirtschaft) geladen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nascent-SolaRegio“ in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ökoherz e.V. statt. Für die Thüringer Projektregion Landkreise Weimarer Land, Gotha und Ilm-Kreis werden noch Landwirtschaftsbetriebe gesucht, die an einer Umstellung auf Solidarische Landwirtschaft Interesse haben und dabei begleitet werden möchten.

Termin: 07.03.2024, 18:30 bis 20:45 Uhr
Ort: Weimar-Tiefurt
Anmeldungsschluss: 29.02.2024

Mehr zum Programm und Anmeldung finden Sie hier. 

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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