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Sorten zeigen Stärken


Ertrag, Standfestigkeit und Protein: Bei der Sortenschau im Thüringer Becken überzeugten Leguminosen mit Vielfalt und Nutzen für die Praxis.

Landwirte besichtigen Soja auf Versuchsfeld

Seit Jahren nimmt der Erbsenanbau in Thüringen zu. In diesem Jahr wächst die Hülsenfrucht auf ca. 15 000 Hektar (Prognose) und ist damit die mit Abstand bedeutendste aller in Thüringen angebauten Leguminosen. Hauptanbaugebiet ist das Thüringer Becken mit seinen besonders fruchtbaren Böden, auf denen die Erbsen die Fruchtfolgen auflockern und ihr hoher Vorfruchtwert den anderen Feldfrüchten zugutekommt.

Auf Interesse stießen daher auch die Erbsen zwischen Schwerstedt und Buttelstedt. Rund 15 Landwirte besichtigten am 26. Mai die vom TLPVG angelegte Sortendemo.
Der Fokus der Landwirte lag vorwiegend auf ertragsstarken Sorten mit guter Standfestigkeit, denn gerade Erbsen lagern zur Reife oft dicht am Boden, wodurch die Ernte erheblich erschwert wird. Hier konnten Sorten präsentiert werden, welche standfester sind als andere. Sortenunterschiede zeigen sich auch im Proteinertrag: Werden 100 t Erbsen für die hofeigene Fütterung benötigt, können durch die Wahl der proteinertragsstärksten Sorte ca. 19 Hektar Fläche im Vergleich zur proteinertragsschwächsten Sorte „gespart“ werden. Letztere bietet allerdings andere Vorteile. Dies macht die Wahl der „richtigen“ Sorte immer individuell.

Neben Sommer- wurde auch über Wintererbsen diskutiert. Deren Entwicklungsvorsprung beträgt ca. zwei Wochen, weshalb die Winterfeuchtigkeit besser ausgenutzt wird und tierische Schädlinge schlechtere Karten haben. Allerdings besteht ein höheres Risiko für Frostschäden.

Auf einem Feld stehen die verschiedenen Sorten der Futtererbsen neben Weißen Lupinen, Mais, Sojabohnen und sogar Kidneybohnen. Ziel ist, eine Unterrichtsgrundlage für die angehenden Landwirtinnen und Landwirte der benachbarten Berufsschule in Schwerstedt zu schaffen, die auf diesem Feld die verschiedenen Kulturen hautnah erleben können.

Abschließend wurden auch gleich die Sojabohnen besichtigt. Diskutiert wurde deren Anbaueignung für Thüringen, die richtige Sortenwahl sowie die Vermarktungschancen. Hauptaugenmerk sollte bei der Sortenwahl insbesondere auf Reifezeit und Standfestigkeit gelegt werden. Aber auch Verwertungsmöglichkeiten sind möglichst bereits vor dem Anbau geklärt.

Die Organisatoren der Veranstaltung danken für die Teilnahme und die interessante Diskussion.

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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