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Thüringer Felder kommen aus dem Winterschlaf


Landwirte düngen die Äcker und schützen die Pflanzen

Gelbschale voller Pflanzenschädlinge
Gelbschale in einem Rapsbestand bei Dornburg mit über 300 Gefleckten Kohltriebrüsslern

Die Vegetation beginnt. Die Landwirte müssen auf die Felder. Neben Bodenbearbeitung und Düngung, die den Pflanzen einen optimalen Start in die Wachstumsperiode bieten sollen, sind derzeit auch Maßnahmen gegen Schädlinge wichtig.

So macht sich in Thüringen aktuell ein kleiner Käfer breit, der für Rapsfelder Probleme verursachen kann: der Gefleckte Kohltriebrüssler. Mit den steigenden Temperaturen beginnt der Schädling aktiv zu werden und legt seine Eier in die Blattstiele. Die Larven fressen sich dann ins Pflanzengewebe und können erheblichen Schaden anrichten.

Welche Schäden verursacht der Gefleckte Kohltriebrüssler?

Die Käfer legen ihre Eier oft unbemerkt im Frühjahr ab. Schäden werden erst später sichtbar.

  • Ertragsverluste – Durch die Schäden und geringere Blattmasse kann der Raps weniger Schoten bilden, und die Ernte fällt geringer aus.
  • Höheres Krankheitsrisiko – Die Verletzungen machen den Raps anfälliger für Pilzkrankheiten.
  • Aufplatzen der Stängel – Die Fraßgänge im Stängel schwächen die Pflanze, sodass sie bei Wind oder Trockenheit leichter bricht.

Was tun Landwirte dagegen?

Um den Schädling rechtzeitig zu erkennen, nutzen Landwirte spezielle Gelbschalen, die Käfer anlocken. Werden zu viele gefangen, kann eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln nötig sein – aber nur, wenn eine bestimmte Anzahl überschritten wird. Dies sind beim Kohltriebrüssler 15 Käfer in einer Gelbschale innerhalb von drei Tagen, bei einem anderen aktuell auftretendem Schädling, dem Großen Rapsstängelrüssler, nur 5 Exemplare.
Zuletzt wurde beobachtet, dass der Käfer durch das ungewöhnlich warme Wetter besonders aktiv war. Teilweise fanden sich weit über 100 Käfer in einer Gelbschale. Die Fachleute vom TLLLR stellen Ihre Beobachtungen den Thüringer Landwirten zur Orientierung bereit. So werden dem Praktiker aktuelle Befallserhebungen und Warndienstinformationen im Informationssystem für die integrierte Pflanzenproduktion angeboten. In den nächsten Tagen wird sich auch dort nachvollziehen lassen, ob größere Schäden drohen oder ob sich die Situation entspannt.

Falls Sie die letzten Tage in ländlichen Regionen Thüringens unterwegs waren und Traktoren mit Spritzgeräten auf den Feldern sahen, waren diese vielleicht gerade dabei, den Raps vor dem Schädling zu schützen.

 

Kontakt

Torsten Weidemann

Pressesprecher
Tel.: +49 361 574041-135
Fax: +49 361 572041-390 ed.negnireuht.rlllt[ta]elletsesserp

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