Die Digitalisierung in Wirtschaft und Verwaltung ist nicht mehr wegzudenken und deren Entwicklung wird weiter voranschreiten. Sie ist auch einer der Megatrends in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft und betrifft alle Akteure landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten. Digitalisierung findet nicht nur in den Büros und im Handel statt. Nein, auch auf dem Acker und im Stall hat sie längst Einzug gehalten. Landwirte steigern Produktivität und Qualität zunehmend durch technische Neuerungen bis hin zum Einsatz von KI. Sowohl Verwaltung als auch die Akteure der Branche brauchen eine leistungsfähige Netzabdeckung bis „zur letzten Milchkanne“, um digitale Lösungen erfolgreich einzusetzen. Wir sind auf dem Weg hin zu einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit bei Nahrungsmitteln, d. h. eine Nachhaltigkeitskennzeichnung, bei der sich dann nicht nur die handelnden Unternehmen entlang der Kette ermitteln lassen, sondern auch die angewandten Verfahren oder die eingesetzten Rohstoffe lückenlos dokumentiert werden könnten.
Der Jahresbericht 2022/23 bildet einen Querschnitt der vielfältigen Digitalisierungsprojekte in der Landwirtschaft und des TLLLR im Einzelnen. An vorderster Position steht natürlich die Digitalisierung der Landwirtschaftsverwaltung, mit dem Schwerpunkt auf der Einführung des Antrags- und Informationsportals PORTIA und der FAN-App. Natürlich finden die wegweisenden Neuerungen im Feldversuchswesen und Gartenbau sowie der Einsatz von autonomer Technik in Form von Hackrobotern ihren Platz. Auch die Bewertung des automatischen Melkens mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit oder die Beurteilung unternehmerischer Kennzahlen mittels „AgroScore“ bilden weitere Bausteine.
Nicht zuletzt sollen die Veränderungen durch den technischen Fortschritt in der Ausbildung des Berufsnachwuchses dokumentiert werden.
