Der Johannisfriedhof in Jena ist ein historisch bedeutender Friedhof mit einer langen Tradition. Er wurde im 16. Jahrhundert angelegt und diente über Jahrhunderte hinweg als letzte Ruhestätte für viele angesehene Bürger und Persönlichkeiten der Stadt. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert fanden hier zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten, wie der Optikpionier Carl Zeiss und die Schriftstellerin Johanna Schopenhauer, ihre letzte Ruhe.
Der Friedhof ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Kulturdenkmal, das Einblicke in die Geschichte Jenas und die Entwicklung der Stadt bietet. Die Grabmale, oft kunstvoll gestaltet und reich an historischen Details, erzählen von der Vergangenheit und den Menschen, die Jena geprägt haben.
Auch Friedrich Gottlob Schulze, Gründer des landwirtschaftlichen Vereins und der Ackerbauschule zu Zwätzen, liegt dort begraben.
Zur Würdigung seiner Verdienste um die Thüringer Landwirtschaft trägt die Fachschule für Agrarwirtschaft in Stadtroda seit 2021 seinen Namen. Er war Professor für Landwirtschaft. Seine Büste steht in der Reihe der Denkmäler berühmter Persönlichkeiten der Jenaer Universität am Fürstengraben.
Heute engagieren sich verschiedene Initiativen für die Erhaltung und Pflege des Friedhofs, um dessen historischen Wert zu bewahren.
So fand am 16.11., initiiert durch den Förderverein Johannisfriedhof Jena e. V., ein Einsatz zur Pflege des historischen Friedhofs statt. Das Landesamt, dessen Dienstsitz sich am Ort der ehemaligen Ackerbauschule befindet und das die Pflege des Schulze-Grabes übernommen hat, wurde durch seinen Präsidenten Peter Ritschel und den ehemaligen Leiter der Abteilung Untersuchungswesen und Fachrechtskontrollen Dr. Matthias Leiterer tatkräftig vertreten.