Ein hoher Pflanzenartenreichtum mit Vorkommen bestimmter Kräuter und Leguminosen ist Ausdruck für eine standortangepasste und besonders umweltfreundliche Wirtschaftsweise. Der Erhalt des FFH-Lebensraumtyps „Magere Flachland-Mähwiesen“ hängt in besonderem Maße von der Ausstattung mit Kennarten ab. Allerdings erfordert die Bewirtschaftung artenreicher Grünlandflächen vom Landwirt zusätzliche Anstrengungen bzw. verursacht Ertrags- und Qualitätsverluste bei der Futtererzeugung.
Der Freistaat Thüringen fördert im Rahmen des KULAP 2022 das Vorkommen von zusätzlich zwei bzw. vier Kennarten (Kulissenbezug, Flachland-Mähwiesen FFH LRT 6510 und FFH LRT-Entwicklungsflächen). Dabei entscheidet das Ergebnis über die Förderwürdigkeit von Flächen. Der Nachweis des Vorkommens ausgewählter Pflanzenarten (sog. Kennarten aus beiliegendem Katalog) in ausreichender Anzahl auf einer Grünlandfläche gilt als Garant für einen artenreichen Grünlandbestand bzw. als Kennzeichen für Flachland-Mähwiesen und deren Entwicklungsflächen.