Seitenbeginn Zur Hauptnavigation Zum Seiteninhalt

Ackerfutter

Zu den Aufgaben im Bereich Ackerfutterbau zählen:

  • Optimierung des Anbaus, hinsichtlich Ertrag, Qualität, Faktoreinsatz, ökonomischem Ergebnis sowie zur umweltgerechten Erzeugung
  • Optimierung der Sortenwahl (Landessortenversuche)
  • Untersuchungen zur Bereitstellung der unterschiedlichen Qualitäten für die verschiedenen Verwertungsrichtungen (Futter, Biogas, Biotreibstoff, stoffliche Nutzung)
  • Empfehlungen von Ackerfuttermischungen für die heterogenen Thüringer Standortbedingungen

Mais

Die Gesamtanbaufläche von Mais in Thüringen lag im Mittel der Jahre 2019-2024 bei knapp 65.600 ha, was etwa 11 % der Ackerfläche entsprach. Davon entfielen ca. 6.000 ha (ca. 9 % der Maisfläche) auf Körnermais. Die Substratbereitstellung für Biogasanlagen beansprucht etwa ein Drittel des Gesamtaufkommens. Einer weiteren bedeutsamen Ausweitung des Maisanbaus stehen fehlende Verwertungsmöglichkeiten sowie die Thüringer Standortbedingungen entgegen.

Im oben genannten Zeitraum wurde mit Silomais ein Durchschnittsertrag von 370 dt/ha erreicht, wobei die Unterschiede zwischen dem höchsten Ertrag im Jahr 2021 mit 481 dt/ha und dem niedrigsten Ertrag mit 271 dt/ha im Jahr 2022 enorm waren. Der Körnermaisertrag betrug im Mittel der Jahre 2019-2024 ca. 81,6 dt/ha.

Publikationen

Feldgras, kleinkörnige Leguminosen und deren Gemenge

Die Gesamtanbaufläche mehrschnittiger Feldfutterpflanzen (Feldgras, Luzerne und Luzernegras sowie Rotklee und Rotkleegras) erreicht ca. 29 Tsd. ha (im Mittel der Jahre 2013 bis 2017). Davon nimmt der Feldgrasanbau ca. 11 Tsd. ha ein. Die mittleren Trockenmasseerträge belaufen sich in diesem Zeitraum auf ca. 90 dt/ha. In Abhängigkeit von den Niederschlägen können erhebliche jährliche Ertragsschwankungen auftreten. Die Verwertung erfolgt vorrangig als Konservat in der Rinderfütterung und in sehr geringem Umfang als Substrat für Biogasanlagen. Ein Zwischenfruchtbau zur Futtererzeugung findet nur in Ausnahmefällen statt.

Anbaugebiete für den mehrschnittigen Ackerfutterbau in Thüringen

Anbaugebiet

Beschreibung

Region

6 - sommertrockene Lagen

< 350 m über NN
< 600 mm Jahresniederschlag
> 8,0 °C Jahresdurchschnittstemperatur

Thüringer Becken, Goldene Aue
Ostthüringer Lössgebiet

7 - günstige Übergangslagen

350 - 600 m über NN
600 - 800 mm Jahresniederschlag
6,0 – 8,0 °C Jahresdurchschnittstemperatur

Kyffhäuser, Ostthüringer Schiefergebirge
Buntsandsteinhügelländer, Muschelkalkplatten, Vorderrhön und Grabfeld, Vorgebirgslagen der Mittelgebirge

Für den Anbau von Feldgras, Rotklee und -gras eignen sich besonders alle frischen bis feuchten, futterwüchsigen Lagen mit über 600 mm Jahresniederschlag (Anbaugebiet 7). Luzerne und -gras hat Vorteile auf den sickerwasserbestimmten Buntsandstein-, Keuper- und Muschelkalkverwitterungs­böden in warmen, zu Sommertrockenheit neigenden Lagen sowie auf tiefgründigen, kalkreichen Lösslehmböden (Anbaugebiet 6). Reine Sandstandorte mit niedrigem pH-Wert, vernässte Tonböden und Überflutungsstandorte sind für den Luzerneanbau ungeeignet.

Publikationen

Ganzpflanzengetreide und deren Gemenge

Der Anbauumfang von Getreide und deren Gemenge zur Erzeugung von Ganzpflanzensilage (GPS) hat sich auf ca. 6.000 ha stabilisiert. Die Erträge erreichen im Mittel von 2013 bis 2017 etwa 250 dt/ha. Die Verwertung von GPS erfolgt vorrangig als Gärsubstrat für die Biogasanlage sowie als wirtschaftseigenes Futter mit eher niedrigem Energiegehalt. Dabei hängt der Energiegehalt wesentlich vom Korn-Stroh-Verhältnis ab. Ein günstiger Energiegehalt erfordert eine große Schnitthöhe, welche jedoch den Ertrag erheblich reduziert. Besondere Bedeutung besitzt der GPS-Anbau als Deckfrucht für die Ansaat von mehrjährigem Feldfutter. Sommergerste stellt hierbei die wichtigste Art dar. Geeignet zum Anbau sind alle Getreidearten, wobei die Winterrungen erheblich höhere Erträge liefern.

Publikationen

Diese Seite teilen

Weitere Werkzeuge